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targenio gewinnt den Award of Innovation 2025

targenio wurde mit dem Award of Innovation by Software Ring e.G. ausgezeichnet. Unter fünfzehn Bewerbern aus der Metropolregion Nürnberg überzeugte das Unternehmen mit seiner innovativen Lösung für den digitalen Kundenservice. Für das Team ist der Preis weit mehr als eine Auszeichnung. Geschäftsführer Michael Kolbenschlag bringt es auf den Punkt: „Diese Auszeichnung motiviert uns und spornt uns an!“

Der Gewinn steht für den Erfolg einer Vision, die konsequent auf Zukunftsfähigkeit, Kundenorientierung und technologische Exzellenz setzt. Und er zeigt, dass echte Innovation nicht in Laboren entsteht, sondern im täglichen Zusammenspiel von Menschen, Prozessen und Technologie.

Ein Preis, der die Innovationskraft der Region sichtbar macht

Der Award of Innovation wurde jetzt im zweiten Jahr von der Software Ring e.G. vergeben. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Innovationskraft der regionalen IT-Unternehmen zu fördern und zukunftsweisende Projekte in den Fokus zu rücken. Eine Fachjury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie bewertet die Einreichungen anhand klarer Kriterien, wie visionäres Denken, technologische Tiefe, Innovationsgrad und wirtschaftlicher Nutzen.

Wer hier ausgezeichnet wird, liefert nicht nur eine kreative Idee, sondern beweist marktreife Umsetzbarkeit und messbaren Mehrwert. Für targenio ist diese Anerkennung ein starkes Signal, denn die Entwicklung des Unternehmens prägt schon heute die Zukunft des industriellen Service.

Wie Innovation bei targenio entsteht

Der industrielle Kundenservice steht seit Jahren vor denselben Herausforderungen. Prozesse sind komplex, Fachkräfte schwer zu finden und die Informationsflüsse oft fragmentiert. targenio hat sich vorgenommen, diese Lücke zu schließen. Das Ziel ist es, den Service neu denken – effizient, datenbasiert und menschlich zugleich.

Hinter dieser Ambition steht eine klare Überzeugung. Exzellenter Kundenservice entsteht nicht durch mehr Aufwand, sondern durch intelligente Entlastung. Mitarbeitende sollen mehr Zeit für individuelle Anliegen haben, während wiederkehrende Aufgaben automatisiert ablaufen und der Wissenspool ganz nebenbei aktuell gehalten wird.

Dieser Gedanke prägt die gesamte Produktentwicklung. Forschung, Technologie und Praxis fließen bei targenio eng zusammen. Die Grundlage bildet eine klare Philosophie. Das interne Wissen in Unternehmen aufbauen, Routinen vereinfachen und die Serviceerfahrung dauerhaft verbessern. Mehr dazu findet sich auf der Philosophie-Seite von targenio.

Die Technologie hinter dem Erfolg

Das Herzstück der Innovation ist die Assistenten-Plattform von targenio. Sie bringt Künstliche Intelligenz, Prozessintelligenz und Low-Code-Technologie in einer modularen Umgebung zusammen. Das System vernetzt Menschen, Maschinen und Daten und schafft so einen Service, der denkt, lernt und mitwächst.

Die Plattform besteht aus vier zentralen Modulen, die sich nahtlos ergänzen. Das Self Service Panel ermöglicht Kunden, Anliegen direkt zu erfassen. Der Experten Desktop unterstützt Mitarbeitende, wenn komplexe Fälle anstehen. Im Trainer Cockpit verfeinern Fachabteilungen die Fähigkeiten der KI, ohne selbst programmieren zu müssen. Die Ingenieur Workbench sorgt schließlich dafür, dass alles integriert bleibt – von IoT-Daten über CRM bis zu ERP-Systemen.

Wie das gelingt, zeigt der Beitrag „KI, bitte übernehmen“, in dem targenio beschreibt, wie über achtzig Prozent der Kundentexte bereits korrekt klassifiziert werden. Die Technologie ist praxiserprobt und bietet einen echten Produktivitätshebel als Unterstützung für Menschen im Service.

Was der Gewinn für unsere Kunden bedeutet

Der Preis bestätigt, was unsere Kunden täglich erleben. Automatisierte Abläufe reduzieren den manuellen Aufwand, verkürzen Reaktionszeiten und verbessern die Servicequalität. Gleichzeitig entsteht Raum für individuelle Betreuung und kreative Lösungsfindung.

targenio liefert nicht nur Zukunftsvisionen, sondern messbare Ergebnisse. Die Plattform ist skalierbar, sicher und vollständig in Europa entwickelt. Sie schafft Vertrauen, weil sie Datenhoheit und Effizienz vereint und so die Basis für nachhaltige Kundenbeziehungen legt.

Innovation ist kein Ziel, sondern ein Prozess

Der Award ist für targenio kein Abschluss, sondern ein Antrieb. Das Unternehmen arbeitet bereits daran, seine Plattform weiterzuentwickeln. Etwa durch den Einsatz von Agentic AI und selbstlernenden Service-Ökosystemen. Ziel ist es, ein System zu schaffen, das Prozesse nicht nur abbildet, sondern vorausschauend steuerz.

Damit setzt targenio die Messlatte im industriellen Service weiter nach oben. Die Kombination aus Forschung, Technologie und praktischem Nutzen bleibt der Kern jedes Projekts. Wer mehr über die nächsten Entwicklungsschritte erfahren möchte, findet auf dem targenio Blog regelmäßig Einblicke in aktuelle Themen und Projekte.

Image by Harald Humbs

Agentic UI im Kundenservice: Wenn Formulare denken lernen

Warum verlangt ein Formular zehn Felder, wenn drei genügen?
Viele Serviceprozesse scheitern nicht an der Lösung, sondern am Einstieg. Es gibt zu viele Pflichtfelder und zu wenig Relevanz, was zu enormem Zeitverlust führt. Agentic UI setzt genau hier an. KI richtet Oberflächen am Ziel des Menschen aus und zeigt nur, was wirklich nötig ist. Das Ergebnis sind weniger Abbrüche, schnellere Bearbeitung und wesentlich zufriedenere Kunden.

Warum klassische Oberflächen an Grenzen stoßen

Klassische Benutzeroberflächen sind statisch. Sie zeigen allen Menschen unabhängig vom Anliegen, vom Kontext oder von bereits bekannten Daten dasselbe. Das verursacht drei Probleme:

  • Felder-Overload: Menschen füllen Felder aus, die im Einzelfall nicht nötig sind.
  • Reibungsverluste: Formular-Schritte ohne Klarheit oder Fortschritt verlängern den Prozess.
  • Hoher Implementierungsaufwand: Teams bauen klassische Formulare erst und pflegen sie anschließend, damit sie das gewünschte Ergebnis liefern.

Die Folge ist eine Kundenerfahrung, die sich unnötig schwer anfühlt. Viele umgehen Formulare über E-Mails, was den Aufwand in der Bearbeitung der Anliegen zusätzlich erhöht.

Was „Agentic UI“ konkret bedeutet

Agentic UI steht für eine KI-getriebene, zielorientierte Gestaltung von Interaktion. Statt eine feste Maske abzuarbeiten, formuliert der Mensch sein Ziel und die Oberfläche antwortet mit genau den Elementen, die die Lösung erfordert.

  • Ziel statt Klickfolge: „Ich möchte eine Serviceanfrage einreichen“ genügt als Startpunkt.
  • Kontext statt Vollständigkeit: Felder erscheinen nur, wenn sie nötig sind und nicht, weil sie üblicherweise vorgesehen sind oder man ihren Bedarf nur vermutet.
  • Mensch im Mittelpunkt: Transparenz, Eingriffsmöglichkeiten und klare Begründungen schaffen Vertrauen.

Macrohard als Extrem der Agentisierung

Im Umfeld von Agentic UI entstehen derzeit ambitionierte Visionen. Eine davon ist Macrohard aus dem Umfeld von Elon Musk. Die Idee ist, nicht nur Oberflächen, sondern ganze Softwareunternehmen mit Agenten betreiben. Das heißt von Entwicklung über Test bis zum Betrieb. Ob und wie das Realität wird, bleibt offen.

Für den heutigen Unternehmensalltag sollten vor allem diese drei Elemente relevant sein:

  • Die Richtung stimmt und die Branche nimmt die Agentisierung ernst.
  • Ein pragmatischer Einstieg mit dynamischen Formularen, klaren Leitplanken und messbarem Nutzen zahlt sich aus.
  • Verantwortliche für Kundenerlebnisse starten dort, wo Wirkung und Reife bereits zusammenkommen. Nämlich beim zielorientierten, dynamischen Interface.

Der pragmatische Mittelweg im targenio Self Service

Die targenio Assistenten-Plattform verfolgt einen bewusst pragmatischen Weg zwischen klassischer Oberfläche und vollständig generativer Agentensteuerung. Im Self Service Panel blendet der Assistent nur die Felder ein, die das jeweilige Ziel erfordert.

Klar am Beispiel Maschinenstillstand erklärt:

  • Start über das Ziel „Maschinenstillstand beheben“.
  • Der Assistent fragt nur die wirklich nötigen Angaben wie Maschinennummer und Modell ab und füllt bereits bekannte Daten vor.
  • Bei Bedarf fragt er zusätzliche Hinweise ab, etwa letzte Wartung oder vorliegende Fehlermeldungen, wenn das die Diagnose beschleunigt.
  • Der Assistent visualisiert die Lösung in einer 3D-Zeichnung und markiert das betroffene Teil inklusive Ersatzteilnummer, Montagehinweisen und Verfügbarkeit.
  • Zum Abschluss legt der Nutzer mit einem Klick ein Störungsticket an, löst eine Bestellung aus oder plant einen Termin mit dem Service.

Das reduziert die Komplexität auf Anwenderseite, erhöht die Datenqualität und beschleunigt die Problemlösung deutlich.

So funktioniert es ohne Magie, aber mit klarer Logik

Wichtig ist, dass Agentic UI geführt und erklärbar bleibt. Der Assistent begründet pro Schritt knapp, warum eine Angabe nötig ist. Er startet mit einer bewusst schlanken Oberfläche, die sich nur bei Bedarf erweitert. Menschen behalten jederzeit die Kontrolle über Korrekturen, Zurücknavigation und Vorschauen. Zweckbindung, Protokollierung und nachvollziehbare Entscheidungen sind integriert. Gleichzeitig achtet der Assistent auf barrierearme Abläufe mit klarer Reihenfolge und verständlicher Sprache.

  1. Zielerkennung: Das System identifiziert das Anliegen, zum Beispiel Reklamation, Rückfrage zum Maschinenstatus oder zu Ersatzteilen.
  2. Informationsmodell: Ein Regelwerk legt für jedes Ziel fest, welche Informationen mindestens erforderlich sind und welche optional hinzukommen sollten.
  3. Dynamische Oberflächensteuerung: Der Assistent spielt Felder schrittweise aus und fragt Optionales nur an, wenn das den nächsten Schritt tatsächlich ermöglicht oder beschleunigt.
  4. Datenwiederverwendung: Der Assistent füllt bekannte Informationen vor oder überspringt sie.
  5. Erklärbare Entscheidungen: Kurze Hinweise zeigen, warum ein Feld jetzt nötig ist. Das schafft Akzeptanz beim Eingebenden.

Fazit

Agentic UI ist kein fernes Versprechen, sondern ein handfester Fortschritt für den Kundenservice. Wenn Oberflächen vom Ziel her denken und nur relevante Felder zeigen, wird Interaktion einfacher, schneller und verlässlicher. Ein radikaler Umbau ganzer Systemwelten ist dafür nicht nötig. Entscheidend ist, jetzt die Weichen zu stellen, mit klaren Regeln, guter Erklärung und einem Fokus auf messbare Ergebnisse.

Macrohard steht in diesem Kontext als bewusst radikale Vision für eine vollständig agentisierte Softwarewelt. Die Idee, ganze Unternehmen über Agenten zu betreiben, zeigt die Richtung und unterstreicht die Dynamik des Feldes, bleibt aber in der Realisierbarkeit offen.

Für die Praxis heute zählt der pragmatische Weg mit zielorientierten, dynamischen Oberflächen, die Kunden entlasten und sowohl die Erstellung als auch die Anpassung beschleunigen. So entsteht eine Erfahrung, die sich leicht anfühlt und im Hintergrund doch sehr viel intelligenter arbeitet und sie legt zugleich die Basis für weitergehende agentische Funktionen.

Voller Einsatz, volle Räume – targenio begeistert auf dem Nürnberg Digital Festival 2025

Das Nürnberg Digital Festival 2025 war für targenio ein besonderes Highlight und bot eine wertvolle Gelegenheit, das eigene Know-how rund um Künstliche Intelligenz, Wissensmanagement und innovativen Kundenservice praxisnah zu präsentieren, zu teilen und neue Impulse zu gewinnen.

Begeisterter Andrang beim AI Camp

Im Rahmen des AI Camps am 1. Juli hatte targenio die Session mit dem Titel „Beyond Chatbots – Wie KI-Assistenzsysteme echten Mehrwert im Kundendienst schaffen“ inne. Trotz der sommerlichen Hitze war das Interesse beeindruckend groß. So groß, dass viele Zuhörende bis auf den Gang hinaus standen, um der Diskussion zu folgen. Besonders hoben die Referenten Jan und Robin die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine hervor, die sie anschaulich und nachvollziehbar darstellten. In den anschließenden Gesprächen erhielt das Team viel positives Feedback zum Thema Mendix, der zentralen Entwicklungsplattform, und der targenio Assistenten-Plattform. Die Teilnehmenden zeigten großes Interesse daran, wie targenio die Assistenten-Plattform erstellte, wie die Erfahrungen in der Praxis aussehen und welche Vorteile sich daraus insbesondere im Kundenservice ergeben.

 

Robin und Jan präsentieren die targenio Assistenten-Plattform auf dem AI Camp des Nürnberg Digital Festivals 2025

Erfolgreiches eigenes Event mit regem Austausch

 

Am 3. Juli lud targenio zur eigenen Veranstaltung „AI Experience – Intelligente Assistenten live erleben“ in den Nordostpark ein. Der Erfolg des Abends übertraf alle Erwartungen. Statt der geplanten 20 Gäste kamen fast 40 Interessierte aus verschiedensten Bereichen – von Unternehmern und IT-Verantwortlichen über Entwickler bis hin zu Studierenden. Die Atmosphäre war angenehm und inspirierend, und der Abend bot Raum für einen intensiven Austausch.

Unser KI-Experte Nicolas stellte das Thema AI Agenten anhand eines Beispiels vor und unterhielt tiefgehende Diskussionen rund um infrastrukturelle Anforderungen, wiederverwendbare Komponenten und Datenschutzfragen. Parallel dazu informierte Holger ausführlich über Mendix. Besonders interessiert waren die Besucher an Details wie der Nutzung von Studio Pro, der Anbindung externer Services, möglichen Deployment-Optionen und den damit verbundenen Lizenzmodellen. Zahlreiche Fragen wurden kompetent beantwortet und sorgten für intensiven fachlichen Austausch.

Jan präsentierte die Assistenten-Plattform von targenio nicht nur in seinem Vortrag, sondern auch machte sie am Infostand auch direkt erlebbar. Ein wichtiger Punkt seiner Ausführungen war, dass es beim Einsatz von KI nicht automatisch darum gehe, Mitarbeiter einzusparen. Vielmehr komme es auf den jeweiligen Use Case an: Zum Beispiel gehe es in spezialisierten Bereichen wie der Automobil- oder der Maschinen- und Anlagenbaubranche vielmehr darum, das vorhandene Expertenwissen optimaler einzusetzen und wertvolle Mitarbeiter dadurch besser zu unterstützen.

Jan präsentiert die targenio Assistenten-Plattform auf dem eigenen Event des Nürnberg Digital Festivals 2025. Im Vordergrund das Maskottchen targoosy

Inspiration und Perspektiven

 

Einen besonders nachhaltigen Eindruck hinterließ Professor Dr. Wolfgang Kratsch in seinem Vortrag. Seine Aussage war sinngemäß, dass technisch alles automatisierbar ist. Aus seiner Sicht ist das Bottleneck eigentlich nur die Akzeptanz“ betonte die wichtige Rolle der Menschen in jedem technischen Veränderungsprozess. Diese Perspektive verdeutlichte einmal mehr, wie entscheidend die Akzeptanz neuer Technologien und deren verantwortungsvoller Einsatz für den Erfolg digitaler Projekte ist.

Holger präsentiert die Low-Code-Plattform Mendix auf dem eigenen Event des Nürnberg Digital Festivals 2025

Was ist das Nürnberg Digital Festival?

Das Nürnberg Digital Festival ist ein jährlich stattfindendes Event, das den Fokus auf digitale Innovationen, Technologien und Trends legt. Über mehrere Tage hinweg treffen sich hier Expertinnen und Experten, Führungskräfte, Technologieinteressierte und Studierende, um in Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden aktuelle Themen der digitalen Transformation gemeinsam zu diskutieren. Das Festival bietet eine ideale Plattform, um Wissen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam die digitale Zukunft zu gestalten.

Für targenio war die Teilnahme am Nürnberg Digital Festival 2025 ein voller Erfolg, geprägt von wertvollen Erkenntnissen, inspirierenden Begegnungen und nachhaltigem Austausch. Das Unternehmen freut sich bereits jetzt darauf, auch im kommenden Jahr wieder aktiv dabei zu sein.

Null Bewerber auf Stellenanzeigen – Der Fachkräftemangel war Thema auf dem KVD Innovationstag

Der diesjährige KVD Innovationstag des Kundendienst-Verband Deutschlands e.V. stand unter dem Motto „Sicherheit im Service“ und bot eine Plattform für den Austausch über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im technischen Service. Zentrale Themen waren die Cybersecurity und die Wahl des neuen Beirats. Aus den Gesprächen hat sich für uns allerdings auch herauskristallisiert, dass der vielbeschworene Fachkräftemangel kein theoretisches Konstrukt ist, sondern bittere Realität. Einige Unternehmen berichten von Stellenanzeigen, auf die es nicht einen einzigen Bewerber gibt. Dieser stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Einen Teil der Lösung sehen wir in der kooperativen Automatisierung im Service.

Austausch auf Augenhöhe beim Networking am Vorabend des KVD Innovationstags

Bereits das Get-together am Vorabend zeigte uns, wie wertvoll persönliche Begegnungen sind. In entspannter Atmosphäre haben wir erste Gespräche geführt, Kontakte geknüpft und bestehende Netzwerke vertieft.

Besonders spannend waren die Kontakte zu Serviceprofis aus den verschiedensten Branchen, wie Automotive, Haushaltsgeräte oder Solartechnologie. Auch die Gespräche mit erfahrenen Serviceberatern wie Holger Jaksch, Jens Härtel und Jonas Lang lieferten praxisnahe Perspektiven und Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen. Wir haben vor, diesen Dialog weiter vertiefen.

Cybersecurity oder der Schutz vor digitalen Bedrohungen

Ein absoluter Schwerpunkt des Innovationstags war die Cybersecurity. Julian Rupp vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) präsentierte erschreckende Fakten: Deutschland steht hinsichtlich veralteter Serversoftware schlecht da – nur die USA schneiden noch schlechter ab. Der Nachholbedarf ist bei der Absicherung von IT-Systemen demnach sehr hoch. In einer anschließenden Diskussionsrunde mit Uwe Limmer (Hahn Automation Group) wurden konkrete Erfahrungen zu den Fragen „Was passiert nach einem Cyberangriff? Welche Maßnahmen helfen wirklich?“ aus der Praxis geteilt.

Die Antworten auf die Fragen lieferte die Runde postwendend mit. Regelmäßige Backups sind essenziell. Lösegeldzahlungen sind keine Lösung. Und mit einfachen Mitteln wie Zwei-Faktor-Authentifizierung kann bereits viel erreicht werden.

Die Seestern-Methode ist für uns ein Werkzeug mit Potenzial

Ein weiteres Thema mit echtem Praxisnutzen war die Seestern-Methode. Ihre große Stärke ist, dass sie niedrigschwellig sowie leicht zu erlernen ist. Und sie lässt sich flexibel in verschiedenen Kontexten einsetzen, auch außerhalb klassischer Workshop-Formate. Vor Ort hat sich schnell gezeigt, wie schnell man mit dieser Methode ins Gespräch kommt. Für uns ein spannender Ansatz, der sich auch gut für Retrospektiven im Team eignen könnte.

KVD im Wandel – Bewährtes bewahren, Neues gestalten

Auch der Verband selbst hat in den letzten zwölf Monaten viel bewegt. Der KVD positioniert sich neu, reagiert auf veränderte Marktbedingungen und bewahrt dabei bewusst seine bewährten Werte. Besonders deutlich wurde das bei der emotionalen Verabschiedung langjähriger Beiratsmitglieder sowie des Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Volker Stich, dessen Engagement über viele Jahre hinweg bleibende Spuren hinterlässt.

Wir gratulieren in diesem Zuge herzlich dem neuen Beirat des KVDs, bestehend aus 17 Mitgliedern, zur Wahl des neuen Beirats und wünschen ihnen für die kommenden drei Jahre viel Erfolg und Rückenwind. Ganz besonders unseren persönlichen Kontakten Thorsten Schlüter, Maximilian Schacht und Lennard Holst.

Der KVD ist das Netzwerk für den technischen Service

Der KVD ist Deutschlands größtes Netzwerk für Fach- und Führungskräfte im technischen Service. Mit rund 1.600 Mitgliedern aus verschiedenen Branchen fördert der Verband seit über 40 Jahren den Wissenstransfer und die Entwicklung innovativer Lösungen im Servicebereich.

Fachkräftemangel ist Realität, aber eine Chance zur Differenzierung

Entsprechende Einsichten hat der Verband in aktuelle Themen rund um den Service.

Aus unseren Gesprächen haben wir mehrmals gehört, dass immer häufiger Stellenanzeigen ohne jegliche Bewerbung bleibt. Der Fachkräftemangel ist längst Realität und betrifft insbesondere den technischen Service. Laut einer Studie der ManpowerGroup kämpfen 82 Prozent der deutschen Unternehmen mit offenen Stellenbesetzungen.

Wer den Servicebereich weiterhin nur als Kostenfaktor betrachtet, wird sich im Wettbewerb schwer tun. Differenzierung entsteht zunehmend über exzellenten Service, insbesondere dann, wenn Produkte immer vergleichbarer werden. Die Unternehmen, die es schaffen, mit ihrer Serviceorganisation signifikant zum Umsatz beizutragen, werden die Nase vorn haben.

Mit einem Assistenten im Peto, der den Mangel an Fachkräften ausgleicht und das Wissen in den Unternehmen aktuell hält, sehen wir dieser Herausforderungen kraftvoll entgegen.

Projektarbeit mit Studierenden der Universität Bayreuth gestartet

Wir freuen uns, gemeinsam mit Studierenden der Universität Bayreuth an einem praxisnahen Projekt zu arbeiten. Der Kontakt entstand im Rahmen unserer bisherigen Zusammenarbeit im X2Log-Kontext, worüber wir auch auf unserer Website immer wieder berichtet haben. In diesem Zusammenhang hat uns Dr. Maximilian Röglinger gefragt, ob wir Interesse hätten, an einem universitären Projekt teilzunehmen. Die Antwort fiel für uns mit einem klaren „Ja“ aus.

Mit einem Kick-Off den Rahmen abgesteckt

Zum Start des Semesters stellten sich mehrere Unternehmen mit ihren Projekten vor. Die Studierenden konnten sich anschließend für ein Thema entscheiden. Und wir freuen uns, dass wir Interessenten für unser Projekt gewinnen konnten.

Am Freitag fand der Kick-off statt. Mit dabei: fünf Studierende sowie eine betreuende Person seitens der Universität. Von targenio sind Michael und Jan als Ansprechpersonen involviert, die in den nächsten Wochen unternehmerseitig das Projekt auf Zuruf betreuen werden.

Der Fokus liegt auf unserem Trainermodul

Im Rahmen unserer Vorstellung schilderten wir transparent und anschaulich den aktuellen Stand rund um unser Produkt und das geplante Trainermodul, das sich in der Konzeptionsphase befindet. Wir analysieren den Bedarf, recherchieren relevante Anforderungen und denken erste prototypische Lösungen an.

Der Trainer ist ein wichtiger Bestandteil unserer Software. Dieser bringt das Fachwissen ein und trainiert die Skills des Assistenten. Das macht er, indem er den digitalen Kompagnon überprüft, Unsicherheiten ausräumt und spezielles Wissen überträgt. Durch den Trainer wird der Assistent zu einem verlässlichen Partner für den Experten, mit dem der Assistent zusammenarbeitet.

Nun erhalten die Studierenden die Möglichkeit, sich dem Thema eigenständig zu nähern. Sei es durch vertiefte Recherche, durch UX-Prototyping oder mit ersten Ansätzen in Software. Ob das Ergebnis in Figma, Python oder Mendix entsteht, bleibt ihnen offen. Auch die Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen ist jederzeit möglich, insbesondere wenn sich technische Fragestellungen ergeben.

Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte

Wir sehen das Projekt als Chance für beide Seiten: Die Studierenden können an einer realen Herausforderung arbeiten. Und wir gewinnen frische Perspektiven auf ein zentrales Element unserer Produktentwicklung. Die nächsten Wochen werden zeigen, welche Richtung das Projekt nimmt. Wir sind gespannt und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

2025, wir kommen! Unsere Veranstaltungen dieses Jahr

Letztes Jahr haben wir uns bei den Veranstaltungen noch zurück gehalten. Wir waren auf dem Aachener Dienstleistungsforum und haben unsere Ideen beim AI Camp des Nürnberg Digital Festivals geteilt. Sonst waren wir viel unterwegs, haben Events besucht, uns ausgetauscht und evaluiert, auf welcher Veranstaltung wir uns dieses Jahr besonders gut präsentieren können.
Daraus haben sich bei den Veranstaltungen 2025 drei herauskristallisiert, die wir angehen werden:

Aachener Dienstleistungsforum

„Service-Transformation – erfolgreich vom Produkt- zum Lösungsanbieter | So gelingt die Twin-Transition im Service!“

Das Aachener Dienstleistungsforum ist Deutschlands größte Service-Innovationsveranstaltung zu den Themen „Service-Excellence“, „Digitale Produkte“ und „Subscription-Geschäftsmodelle“ in der produzierenden Industrie.

Führungskräfte und andere Expert*innen aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen profitieren von der Diskussion mit hochkarätigen Expert*innen aus Industrie und Wissenschaft zu Trends und Entwicklungen im Bereich „Digitalisierung im Service“ sowie vom Erfahrungsaustausch mit fachkundigen Veranstaltungsteilnehmer*innen zu den neuesten Technologien in der Dienstleistungsbranche.

Wann: 19. März 2025

Wo: Online & Kostenlos

AI with puropose Summit 20025

The aim of the event is to get AI to a mature enough place, where it becomes ready and reliable for industrial use cases. We cannot do this without our many excellent partners, sharing their best practices openly and collaborating.

Wann: 20. und 21 Mai 2025

Wo: München

Nürnberg Digital Festival

„TECH to the PEOPLE“

Dieses Jahr starten wir mit unserer eigenen Veranstaltung. Zusätzlich haben wir wieder vor, beim AI Camp dabei zu sein. Wir werden darüber informieren, sobald wir mehr wissen und auch sagen können, wann ihr unser Event besuchen könnt.

Wann: Juli 2025

Wo: Nürnberg

Service Summit

Der Service Summit ist die führende Messe und Konferenz für Digitalisierung und Innovation im Kundenservice, bei der hochaktuelle Branchenthemen wie Customer Service Excellence, emotionale Intelligenz, maschinelles Lernen, Automatisierung und Robotic Process Automation (RPA) u.v.m. im Mittelpunkt stehen.

Wann: 19. und 20. November 2025

Wo: Hamburg

 

Du hast Interesse, uns bei den Veranstaltungen 2025 zu treffen?
Sprich uns gerne an und lass uns einen Kaffee trinken gehen.

Eine Woche nur für Mendix – das targenio-Team im Bootcamp

Als neuer Mendix-ISV-Partner war es uns wichtig, unser Entwicklerteam in der Mendix-Entwicklung so schnell wie möglich auf ein neues Level zu heben. Schon bald stand fest: Ein intensives Bootcamp ist dafür der beste Weg. Also nahm sich unser gesamtes Entwicklungsteam eine Woche Zeit abseits des Tagesgeschäfts, um sich ausschließlich mit Mendix auseinanderzusetzen – mit bemerkenswerten Resultaten.

Lernen und noch mehr lernen

Zu Beginn ging es darum, ein grundlegendes Verständnis für die Plattform zu entwickeln. Nach einem Brainstorming für Umsetzungsprojekte, die während der Woche bearbeitet werden sollten, teilte sich die Gruppe in zwei Teams auf. Diese arbeiteten jeweils eine Woche lang an eigenen Projekten, mit einer klaren Vorgabe: Alle sollten bewusst auf Java verzichten und ihre Anwendungen ausschließlich mithilfe der Low-Code-Funktionen von Mendix erstellen.

Drei Projekte, viele Aufgaben

In ihren jeweiligen Projekten lernten die Teams das Erstellen von Seiten und Flows (Nano- und Microflows), den Aufbau von Datenmodellen, das Einbinden von Marketplace-Modulen und Konnektoren sowie die Gestaltung per Themes und SCSS. Auch die Schnittstellenerstellung stand auf der Agenda.

Die Vielfalt der Aufgaben brachte zahlreiche Ideen hervor, wie sich einzelne Komponenten sinnvoll organisieren lassen, um stets den Überblick zu behalten.

Besondere Highlights dürfen nicht fehlen

Neben der intensiven Arbeit förderte vor allem der gemeinsame Ausklang des Tages den Zusammenhalt. Eine kulinarische Stadtführung gehörte ebenso zu den Höhepunkten wie ein inspirierender Vortrag zu Mendix, ein virtuelles Teams-Meeting mit einem weiteren Mendix ISV-Partner der Firma Ensogo und das abendliche Beisammensein in verschiedenen Bars.

Die lockere, freundliche Atmosphäre und das gesellige Zusammensein nach getaner Arbeit sorgten dafür, dass die gesamte Woche nicht nur fachlich, sondern auch zwischenmenschlich ein voller Erfolg war.

Ein Bootcamp, ein voller Erfolg

In der Folgewoche präsentierten die Teams ihre Ergebnisse – und alle waren von den schnellen Fortschritten beeindruckt. Teilweise konnten bereits erste Workflows vorgeführt werden, was zu Beginn des Bootcamps niemand erwartet hatte. Diese positiven Resultate untermauern unsere Überzeugung, dass wir mit Mendix zukünftig deutlich schneller und effizienter vorankommen. Die Woche im Bootcamp hat nicht nur das technische Know-how gestärkt, sondern auch den Teamgeist gefestigt und den Weg für eine dynamische Produktentwicklung geebnet.

 

Mendix ISV-Partner – für mehr Innovation und Effizienz im Kundenservice

Vor Kurzem haben wir mit Michael über die Neuausrichtung unseres Produkts gesprochen. Ein wesentlicher Bestandteil unserer neu entstehenden Assistenten-Plattform ist die strategische Partnerschaft mit Mendix. Wir sind jetzt Mendix ISV-Partner.

Low Code dank Mendix

Die Low-Code-Plattform ermöglicht es uns, unser Produkt mit hoher Effizienz weiterzuentwickeln. Viele Voraussetzungen, die wir ursprünglich selbst schaffen wollten, bringt Mendix von Haus aus mit:
Durchgehende Integration von Nano-, Mirco- und Workflows vereinfachen den Prozess, der mit Java High Code unterstützt werden kann. Vor allem die Umsetzung unseres Interaktions- und Visual-Designs  durch datengetriebene, dynamische Anwendungen, wie das intelligente Recherche-Panel, ist ein besonderer Meilenstein für uns. Daneben haben wir viele Standardschnittstellen und generische SST, die schnell eingebunden werden können, sowie Integrationen, insbesondere zu SAP.
Das alles können wir über einen automatisierten Betrieb in der Cloud anbieten.

Als Mendix ISV (Independent Software Vendor) Partner sind wir Teil einer Community, in der wir technische und geschäftliche Herausforderungen gemeinsam meistern. Kürzere und mehrere Innovationszyklen beschleunigen unsere Entwicklungsgeschwindigkeit enorm.

Da wir in der Cloud arbeiten, ist die Assistenten-Plattform äußerst wartungsfreundlich und individuell anpassbar. Produktimplementierungen, Updates und Wartungen erfolgen weitestgehend störungsfrei für unsere Kunden.

Kundenservice First

So können wir uns voll und ganz auf unsere Assistentenphilosophie konzentrieren und unseren Kunden einen echten Mehrwert für ihren Kundenservice bieten. Durch Low Code, aber auch No Code und datengetrieben, sind unsere Kunden in der Lage, ihre Assistenten eigenständig zu erstellen, zu integrieren und zu warten. Das macht sie unabhängiger von unseren Entwicklern und hilft ihnen, sich schneller auf verändernde Herausforderungen im Service einzustellen.

Ein starkes Partnernetzwerk für exzellenten Kundenservice

Nach sorgfältiger Überlegung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass sich Mendix, ein Tochterunternehmen von Siemens, als die einzige Low-Code-Plattform herauskristallisiert hat, die den Anforderungen unserer Softwareentwicklung gerecht wird.

Mit Mendix können wir Probleme auf Mikroebene lösen, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren. Dadurch können wir komplexe, transformative Initiativen angehen, indem wir alle Beteiligten in die Bedarfserfassung, Ideenfindung und Wertermittlung über den gesamten Lebenszyklus hinweg einbeziehen.

Innovation und Effizienz für den Kundenservice

Unsere Partnerschaft mit Mendix eröffnet uns neue Möglichkeiten, unser Produkt kontinuierlich zu verbessern und flexibel auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren. Wir sind überzeugt, dass wir als Mendix Partner die Innovationskraft und Agilität besitzen, um auch in den kommenden Jahren wegweisende Lösungen für den Kundenservice zu bieten.

Der targenio Wandertag fällt (nicht) ins Wasser

Einmal Fränkische Schweiz und zurück – so lautete der Plan des targenio-Teams für den diesjährigen Teamtag in Form eines Wandertags durch die fränkische Schweiz. Anfangs sah alles vielversprechend aus, kein Wölkchen am Himmel. Doch dann kam alles anders.

Ein Wandertag bietet ein komplett anderes Umfeld, als wir es von unseren Bürotischen aus gewohnt sind. Die Bewegung an der frischen Luft ist ein idealer Ausgleich zur Denkarbeit und sorgt für mehr Energie. Die ungezwungene Begegnung in einem neutralen Umfeld gab unserem Team die Möglichkeit, abseits des Büroalltags miteinander zu laufen und zu sprechen (Neudeutsch “walk & talk”). In diesem Rahmen entstanden Gespräche, die im normalen Arbeitsalltag viel zu selten stattfinden.

Sonne, Hunger & ein paar Regentropfen

Bei strahlendem Sonnenschein startete unser Team am vergangenen Freitag in Weißenohe, direkt am Kloster mit Brauerei, und machte sich auf den Weg Richtung Hohenschwärz, ebenfalls Standort einer Brauerei. Der Weg führte uns über Hügel, durch Wälder und Felder, nach Gräfenberg mit zwei Brauereien, wobei wir immer wieder die ein oder andere Bank für eine kurze Rast nutzten.

Ein Wandertag macht hungrig, daher legten wir in Hohenschwärz eine stärkende Mittagspause ein – leider wohl etwas zu lange. Kurz nachdem unser Essen serviert wurde, fing es an zu regnen.

Zunächst dachten wir, es handle sich nur um einen kurzen Schauer, und setzten nach der Pause unseren Weg zu Fuß fort – zumindest ein Teil von uns. Der andere, klügere Teil ahnte bereits, dass größere Regenmengen auf uns zukamen.

15km und mee/hr

Während wir uns durch die Wälder und den querschlagenden Regen zurück nach Gräfenberg kämpften, entschied sich eine kleine Gruppe dafür, auf den Bus auszuweichen, der sie sicher zur Bahnstation zurückbrachte.
Im Nachhinein betrachtet, wäre das vielleicht auch für die andere Wandergruppe die bessere Wahl gewesen. Dennoch: Die Erinnerungen werden bleiben, denn wir haben auch diese Herausforderung gemeinsam gemeistert.

Trotz des unerwarteten Wetters erwies sich der targenio Wandertag als wertvolle Chance für das Team, fernab des Büroalltags in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen. Der Regen mag den Tag zwar erschwert haben, doch gerade dadurch wurde der Wandertag zu einem besonderen Erlebnis, das den Teamgeist gestärkt hat und allen in Erinnerung bleiben wird. Am Ende können wir stolz auf uns sein, denn wir haben gemeinsam 15 km zu Fuß gemeistert.

Vom Gedanken zur targenio Assistentenplattform

Im Gespräch mit Michael Kolbenschlag

Als Softwareunternehmen widmen wir uns intensiv der Produktentwicklung. Die Software targenio bekommt ein neues Gesicht und gestaltet vom Gedanken zur targenio Assistenten-Plattform die Zukunft des Kundenservices mit.

Welche Auslöser dazu geführt haben und welche Herausforderungen es dabei gab, erzählt uns der Geschäftsführer Michael Kolbenschlag im Gespräch mit Liam Flohry, unserem Marketingmanager. Als Produktmanager stellte er das Team zusammen und begleitete die Entwicklung von der ersten Idee bis zum Launch.

Ein erfolgreiches Unternehmen geht mit der Zeit

LIAM:
targenio erstellt explizit Software für den Kundenservice mit dem Fokus auf die Kundenkommunikation. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, hat das Unternehmen in den letzten Jahren viel investiert und eine neue Produktidee geschaffen. Wie ist das passiert?

MICHAEL:
Mit unserer Software für den Kundenservice sehen wir uns stark mit den Themen Kundenzufriedenheit und der Entlastung der Mitarbeitenden von Unternehmen verbunden.

Die letzten Jahre haben uns viele neue Erfahrungen gebracht. Wir haben aufgrund verschiedener Initiativen viel in den Bereichen Cloud, LowCode, UX Design und KI gelernt. Auf Basis derer und der vielschichtigen Blickwinkel des Teams sind wir zu dem Schluss gekommen, das Produkt komplett neu zu denken und mit den neuen Technologien zu erstellen.

LIAM:
Um ein Produkt auf neue Beine zu stellen, braucht es auch ein Team, das sich intensiv damit befasst, auseinandersetzt und es vorantreibt. Wie hast Du das Team aufgebaut?

MICHAEL:
Die Zusammenstellung des Teams ergab sich ganz automatisch. Ich habe alle an einen Tisch gebracht, die bisher ein Interesse an den Themen  gezeigt haben und bereits in den unterschiedlichen Initiativen mitgearbeitet haben.
Nach dem Kick-Off nahmen wir uns drei Monate Zeit, um eine gemeinsame Vorstellung und Produktvision des neuen Produkts zu entwickeln. Es standen von Anfang an einige Ideen im Raum, die wir gegenseitig hinterfragten, herausforderten und neu entwickelten.
Wir kombinierten Marktideen mit eigenen Unternehmenserfahrungen und Fachwissen und schufen so ein stabiles Fundament für eine zukunftsweisende Software.

 

Ohne Herausforderungen geht es nicht

LIAM:
Auf dem Weg zur Realisierung der Assistentenplattform, die die Arbeit im Kundenservice erleichtern soll, gibt es bestimmt auch die ein oder andere Herausforderung, die gemeistert werden muss. Welche ist das bei targenio?

MICHAEL:
Die gibt es durchaus. Wir haben uns während der Findungsphase auch genau diesen Themen gewidmet. Bei uns haben sich drei Herausforderungen herauskristallisiert, die das Team überwinden musste.

LIAM:
Welche war die erste?

MICHAEL:
Es gibt eine breite Interpretation von Fachbegriffen. Und das nicht nur bei uns im Team, sondern auch beim Verständnis der Kunden. Wenn Fachbegriffe unscharf verwendet werden, ist es wichtig, immer wieder für Klarheit zu sorgen. Diese Klarheit muss man sich immer wieder erarbeiten, auch weil sich die Fachbegriffe ständig verändern.
Bei uns stellen wir uns regelmäßig die Fragen, was alles zum Kundenservice gehört, wie unser Beitrag aussieht und welche Trends sowie aktuellen Probleme vorherrschen.

Der technologische Wandel schreitet sehr schnell voran. Da passiert es manchmal, dass wir Technologien ohne das notwendige Know-how beurteilen müssen. Als Unternehmen das aus der HighCode Softwareentwicklung stammt, schien uns im ersten Augenblick eine Selbstentwicklung aller Komponenten, vor allem im Low-Coding-Bereich, naheliegend. Erst während der Entwicklung stellten wir fest, dass unsere Expertise auf Themenfeldern, wie end-to-end-Kommunikation und der Digitalisierung von Kundenproblemen beruht.

Durch die Fehleinschätzung lernten wir, dass wir mit den verfügbaren Technologien und starken Partnern wie Mendix einen wesentlich besseren Output für unsere Assistentenplattform bekommen. Einen weiteren Booster bekamen wir mit dem gezielten Einsatz von Large Language Models (LLM) wie ChatGPT.
Diese Stellschrauben halfen uns, unsere Produktstrategie, die wir noch vor einem Jahr im Kopf hatten, anzupassen und neu auszurichten.

Das Mindset muss mit – ohne das geht gar nichts!

LIAM:
Auf der technischen Ebene hat sich mit Innovation also viel getan. Wie geht es den Menschen, die mit der Neuentwicklung zu tun haben?


MICHAEL:
Auch in den Köpfen muss es „Klick“ machen. Wenn die Menschen nicht mitziehen, bleiben wir trotzdem hinter dem technologischen Wandel zurück. Es ist wichtig, dass wir als gesamtes Unternehmen unsere Komfortzone überwinden und den Mut haben, Chancen zu ergreifen.

Mit den Überlegungen zu neuen Geschäftsmodellen streben wir nach modernen Umsatzmöglichkeiten, die uns und unsere Kunden zufriedenstellen. Low Code bietet die Möglichkeit, dass unsere Kunden ihre Lösungen selbst erstellen und anpassen können. Damit sind sie bei individuellen Geschäftsvorgängen nicht mehr so von unserer Kapazität abhängig.
Sie wollen auch ihre Kundenserviceprozesse automatisieren und weniger User dafür einsetzen. Das heißt für uns, dass die Preismodelle auf Basis von Userlizenzen für beide Seiten nicht mehr interessant sind. Da müssen wir neue Wege gehen und zum Beispiel Bezahlung nach Anzahl und Automatisierungsgrad von Vorgängen bedenken.

Wir sind motiviert, groß zu denken und das ganze Unternehmen mitzunehmen.
Diesen Mut wollen wir auch unseren Kunden mitgeben, wenn wir gemeinsam nach vorne schauen. Wo können wir neu denken? Was braucht es, um in Partnerschaft gestärkt nach vorne zu blicken?

Neue Rollen und Strukturen prägen die Organisation

LIAM:
Wenn das ganze Unternehmen mitgenommen wird, ändert sich bestimmt auch etwas an der Struktur der Organisation, oder?

MICHAEL:
Die ersten Auswirkungen haben wir schon gespürt, als wir von getrennten Einzelbüros in eine Art Open Space im New Work-Charakter gewechselt sind. Auch im Team hat sich in den letzten Jahren etwas geändert. Mit neuen Teammitgliedern und deren neuen Rollen als UX-Designer oder Daten Ingenieure haben wir die Denkweise verjüngt und neue Impulse ins Bestandsteam gebracht. Jedes neue Teammitglied brachte eine neue Arbeitstechnik ein, die sich mit deren der erfahrenen Kollegen vermischte. Wir haben das Beste aus beiden Welten zusammengebracht und stellen die Zeiger in Richtung fundierte Kundenservice-Zukunft.

LIAM:
Eine Startphase ist immer aufregend und neu. Sie ist immer mit vielen unbekannten Variablen versehen. Viele Dinge ordnen sich in einer veränderten Reihenfolge an, Arbeitsabläufe passen sich an. Welche Erkenntnisse hast Du daraus mitgenommen?


MICHAEL:
Für mich sind drei Dinge aus dieser Zeit wirklich bemerkenswert: die Methodik, die Prototypen und das Verschriftlichen der Produktvision.

Zwei Kollegen waren auf einer Schulung zur Facilitation und drehten mit ihrer erlernten Methodik den Schlüssel um. Sie verkürzten mit diesem Schritt die Meetingzeiten und vervielfachten die Effizienz der Workshops. Das brachte enorm viel PS auf die Straße.
Mit den Prototypen unserer Entwickler geben wir unserer Produktidee ein Gesicht. Wir können uns ausprobieren und damit sehr schnell große Fortschritte machen. Das Credo? Unsere vier D: Discover, Design, Deliver, Drive. Mit Research, Lernen und der Umsetzung sind wir in einem dauerhaften Fahrwasser, das unsere Produktidee zum Leben erweckt.
Anhand der verschriftlichten Produktvision konnten wir genauer diskutieren. Auf der Basis wurde uns klarer, was wir noch brauchen und was nicht. Das hilft uns auch in der Zukunft: Mit dieser Handreichung vor Augen können wir jetzt arbeiten.

 

 

Das Credo? Discover, Design, Deliver, Drive!

LIAM:
Das klingt nach einem guten Start. Damit die Assistentenplattform weiter zum Leben erwacht, braucht es jetzt weitere Schritte. Welche werden das sein?

MICHAEL:
Wir werden die unterschiedlichen Strömungen, die es noch gibt, im agilen Softwareentwicklungsumfeld synchronisieren und organisieren. Dafür bedarf es eines eigenen Modells, mit dem wir als Unternehmen arbeiten möchten. Auch das gibt es nicht von der Stange. Wir entwickeln hier mit Fachleuten die Arbeitsorganisation, die gerade jetzt für uns passt.
Zusätzlich planen wir, weitere neue Köpfe hinzuzuziehen. So schaffen wir schnell die technischen Voraussetzungen,  mehr Know-how an bestimmten Stellen und binden unsere Kollegen aus dem restlichen Team schrittweise ein.

Wir möchten, dass sich unsere Kunden mit unserer Software wohlfühlen. Deswegen bleiben wir noch bis Ende des Jahres im Research und holen Feedback ein. Im neuen Jahr werden wir die erste Produktversion erstellen und in erste Kundenprojekte übergeben.

Darauf freue ich mich schon sehr!